Philosophie

Die persönlichen Beweggründe mit der Kampfkunst Taekwondo anzufangen sind sehr unterschiedlich. Viele möchten sich verteidigen können, was beim Unterrichten des Traditionellen Taekwondo natürlich ein sehr ernstgenommener Grundbaustein ist und aus dem regelmäßigen Besuch des Trainings hervorgeht. Aber diese Kampfkunst bietet noch sehr viele andere Facetten. Was macht diese Faszination Taekwondo aus!?

 

Zuerst möchte ich Ihnen Traditionelles Taekwondo etwas näher erklären. Taekwondo ist die koreanische Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Der Begriff setzt sich aus drei Silben zusammen. TAE steht für alle Techniken, die mit dem Fuß ausgeführt werden. KWON für alle Schlag- und Blocktechniken mit der Hand. DO steht für den Weg, bzw. die geistige Entwicklung, die jeder Schüler und Meister bewusst wie auch unbewusst durch den Besuch des regelmäßigen Trainings durchlebt. Die Werte des Taekwondo wie: Höflichkeit, Moral, Geduld, Selbstkontrolle und Unbeugsamkeit werden bei uns sehr ernst genommen und vermittelt.

 

Die Menschen stehen im Alltag zunehmend mehr und mehr unter Druck. Stress, einseitige Belastungen, langes Sitzen im Büro und psychische Belastungen sind hier wenige Beispiele. Durch den Besuch in der Sportschule haben sie die Möglichkeit sich selbst wiederzuentdecken. In dieser einen Stunde gehören sie nur sich selbst, sie verabschieden sich vom Alltag und lernen sich wieder bewusst kennen. Vielfältige Gymnastik- und Dehnübungen, Kraft- und Ausdauer, Atemübungen, Koordination und Meditation. Dabei spielt das Alter überhaupt keine Rolle. Erwachsene sowie Kinder profitieren auf ihre Weise von dem abwechslungsreichen Training.

 

Bei Kindern geht schon nach kurzer Zeit eine erhöhte Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit hervor. Es wird sehr viel Wert auf eine positive Charakterbildung gelegt. Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um und wie gehe ich mit mir selbst vernünftig um!? Das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Antimobbing, für Schwächere da sein.

Sicheres Auftreten und positive Ausstrahlung sind schon einfache Methoden zur Konfliktvermeidung, da man nicht als Opfer wahrgenommen wird. Dies und viel mehr wird in der Kinderstunde spielerisch, aber auch mit der nötigen Disziplin vermittelt. Der Spaß kommt natürlich nicht zu kurz.

 

Taekwondo als Lebensschule!

 

Erwachsene und Jugendliche merken sehr schnell, dass im Traditionellen Taekwondo sehr viel mehr dahinter stecken muss, als eine Abfolge von Kick- und Schlagtechniken zu üben. Ansatzweise merkt man sehr früh, das diese Sache mit dem "DO" etwas besonderes sein muss. Die Techniken werden immer beidseitig durchgeführt. Alles was mit der rechten Körperseite möglich ist soll auch mit links funktionieren. Dadurch werden beide Gehirnhälften aktiviert und gefördert. Körperlichen, wie beispielsweise Rücken- und Bandscheibenproblemen und geistigen Schwächen wird der Kampf angesagt und vorgebeugt. Mal wieder bewusst ein paar Atemzüge machen, achtsam sein und über seine eigenen Grenzen wachsen. Schon nach kurzer Zeit beginnt sich der Stoffwechsel umzustellen, die Herzfrequenz wird langsamer. Sie werden ausgeglichener und gelassener. Sie nehmen intensiv ihren Körper wahr und merken wieder was ihm gut tut, bleiben beispielsweise auch im höheren Alter fit und agil. Zudem lernen sie, sich im Ernstfall effektiv zu verteidigen.

 

Taekwondo als Gesundheitssport!

 

Wir trainieren ohne Körperkontakt, so werden Verletzungen weitgehend ausgeschlossen.

 

Der Großmeister Kwon Jae Hwa: „Es geht nicht darum wer der Schnellste, der Stärkste oder der Klügste ist, sondern darum, in allem was man tut sein Bestes zu geben und unermüdlich an sich zu arbeiten. Das oberste Ziel des Taekwondo ist es zu erschaffen und nicht zu zerstören. Dabei fördert es die Entwicklung einer körperlich und geistig ausgeglichenen Persönlichkeit. Jegliches Ungleichgewicht wird vermieden. Konzentration und Ausdauer, die Fähigkeit sich und seine Gedanken zu kontrollieren, Angst und Erschöpfung zu überwinden sind wichtige Bestandteile der Schulung von Körper und Geist.“

 

Der Trainingseinstieg ist immer möglich.

 

Jeder Anfänger wird sehr herzlich in unsere Taekwondo-Familie aufgenommen.

 

Nutzen Sie ihre Möglichkeit für eine unverbindliche Probestunde!

 

Thomas Seiler, 2. DAN Schulleiter und Lehrer für Traditionelles Taekwondo der Sportschule - Adelzhausen

Thomas Seiler, 2. DAN Schulleiter und Lehrer für Traditionelles Taekwondo der Sportschule - Adelzhausen beim freien Training

Die 5 Grundsätze des Traditionellen Taekwondo:

 

1. Höflichkeit (Ye Ui)

 

- Der Taekwondo-In geht Höflich und Rücksichtsvoll mit sich und seinen Mitmenschen um.

 

2. Integrität (Yom Chi)

 

- Der Taekwondo-In ist Ehrlich und Anständig. Er ist stets sich selbst und anderen gegenüber aufrichtig.

 

3. Beharrlichkeit (In Nae)

 

- Hiemit ist gemeint, dass der Taekwondo-In niemals aufgibt. Angefangenes muss zu Ende gebracht werden. Um Ziele erfolgreich zu erreichen, sind Audauer und Geduld gefragt.

 

4. Selbstkontrolle (Guk Ki)

 

- Unter Selbstkontrolle versteht sich, nicht nur den Körper zu kontrollieren, auch Emotionen und Gedanken müssen kontrolliert und stets bedacht sein. Aktion und Reaktion sind miteinander verbunden und werden ständig geübt.

 

5. Unbesiegbarer Wille (Baekjul Boolgool)

 

- Mit dem regelmäßigen Taekwondo-Trainung wächst die geistige und spirituelle Kraft des Menschen. Hindernisse, welche im Weg liegen gilt es zu überwinden. Der Wille ist die unsichtbare, innere Kraft, die durch die praktische Anwendung der Beharrlichkeit offengelegt wird.